Schaltnetzteile im Detail – Teil 2

Die Schaltnetzteile werden aufgrund ihrer überdurchschnittlich hohen Leistungsdichte insbesondere zur Einsparung von Material und Masse verwendet. Sie erbringen bereits mit einer kleinen Leistung einen höheren Wirkungsgrad als herkömmliche Netzteile. Die Schaltnetzteile werden aus diesen Gründen immer öfter auch in Stecknetzteilen eingesetzt.

Eigenschaften von Schaltnetzteilen

Die Schaltnetzteile erbringen bereits bei einer kleinen Nennleistung einen sehr hohen Wirkungsgrad, der bei bis zu 90 % liegen kann. Außerdem können die Schaltnetzteile sowohl für niedrige als auch für hohe Netzspannungen verwendet werden. Der Toleranzbereich für die Eingangsspannung liegt bei 85 bis 255 Volt und für die Netzfrequenz bei 47 bis 63 Herz. Die Schaltnetzteile sind im Vergleich zu den herkömmlichen Netzteilen deutlich leichter aufgrund der kleineren Transformatoren und Siebkondensatoren. Von Vorteil ist auch der geringe Materialverbrauch (Kupfer) und die damit verbundenen reduzierten Herstellungskosten von Schaltnetzteilen im Gegensatz zu konventionellen Netzteilen.  

Neben den genannten Vorteilen sind auch einige Nachteile bei den Schaltnetzteilen zu verzeichnen. Die hohen Frequenzen erfordern intensive Maßnahmen zur Verringerung des EMV-Verhaltens (Störungen).

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Schaltnetzteile im Detail – Teil 1

Die Schaltnetzteile mit der Abkürzung SNT oder englisch SMPS für switched-mode power supply wandeln eine Eingangsspannung in eine Gleichspannung um. Diese elektrischen Bauteile zeichnen sich im Verhältnis zu Spannungsreglern, welche konstante Spannungen regeln sollen, zusätzlich durch einen hohen Wirkungsgrad aus. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Netzteilen haben die Schaltnetzteile die Aufgabe, die Netzspannung gleichzurichten, dann in eine Wechselspannung mit höherer Frequenz zu transformieren und anschließend wieder in Gleichspannung umzuwandeln.

Technischer Nutzen

Herkömmliche Netzteile beinhalten einen Transformator, der die Spannung umwandeln soll. Dabei gilt grundsätzlich, dass sich die Leistung bei gleichbleibender Masse ungefähr proportional zur Frequenz erhöhen lässt. Würde man die Frequenz erhöhen, müsste folglich auch eine größere Leistung zu übermitteln sein. Von Vorteil ist gleichzeitig, dass die Masse des Trafos keinen Einfluss auf die Leistung nimmt, so dass sich auch leichtere Netzteile bauen lassen.

Bei den Schaltnetzteilen werden die Transformatorkerne in der Regel aus Ferrit oder Eisenpulver hergestellt, damit beispielsweise Wirbelstromverluste ganz oder teilweise verhindert werden können. Außerdem bestehen die Wicklungen für höhere Frequenzen aus flachen Kupferbändern oder einzeln isolierten Drähten, um eine Stromverdrängung zu vermeiden. Mögliche Störungen im Hochfrequenzbereich aufgrund von schnellen Spannungsänderungen werden durch Abschirmungen und Netzfilter reduziert.

Anwendungsgebiete der Schaltnetzteile

Aufgrund des hohen Wirkungsgrades bereits bei kleinen Nennleistungen werden Schaltnetzteile im Gegensatz zu konventionellen Netzteilen bevorzugt verwendet. Allerdings sind auch hier Vor- und Nachteile abzuwägen. Die Einsatzgebiete von Schaltnetzteilen sind vielfältig und universell. Man findet sie bereits in vielen elektronischen Geräten unseres Alltags, wie zum Beispiel als Netzteile für Computer und Fernseher oder als Ladegeräte für Laptops und Mobiltelefone, die eine geringere Leistung aufbringen. Ebenso werden die Schaltnetzteile für Trafos in Niedervoltgeräten eingesetzt.

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